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In Hannover weiter stark vertreten

Bremervörde/Hannover. Gemeinsam mit Vizepräsidentin Ines Engel vertrat Geschäftsführer Rolf Eckhoff den DRK-Kreisverband Bremervörde bei der Versammlung des DRK-Landesverbandes Niedersachsen im Hannover Congress Centrum (HCC). An diesem nahmen mehr als 230 Delegierte aus 46 Kreisverbänden teil. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl zum Präsidium.

Trafen in Hannover auf DRK-Präsident a.D. und neues Ehrenmitglied des DRK-Landesverbandes Niedersachsen Dr. Rudolf Seiters (rechts): Ines Engel (DRK-Vizepräsidentin Bremervörde) und Rolf Eckhoff (DRK-Geschäftsführer Bremervörde) Foto: St. Jeschke/DRK

Für das hiesige DRK von Bedeutung: Mit Mechthild Ross-Luttmann (Unterstedt) wird dem Präsidium des DRK-Landesverbandes Niedersachsen für weitere vier Jahre eine Vertreterin aus dem Landkreis Rotenburg angehören. Sören Siegel (Hepstedt bei Tarmstedt) hingegen scheidet nach einer Amtsperiode als Landesleiter Jugendrotkreuz (JRK) aus dem Präsidium aus, denn die JRK-Landesversammlung hatte bereits Mitte/Ende September in Oyten Hans-Werner Beckmann aus Wanna (DRK-Kreisverband Land Hadeln) zu seinem Nachfolger gewählt. Beckmanns Wahl wurde jetzt von der DRK-Landesversammlung bestätigt.

 

Frank Pingel (Präsident des DRK-Kreisverbandes Bremervörde) gehört als hiesiger DRK-Funktionär seit bald drei Jahren ebenso wie seine Stellvertreterin Ines Engel (Horstedt) dem Landesverbandsrat (beratendes Gremium für das Präsidium des DRK-Landesverbandes) an.

 

Eben dieses Präsidium komplettieren ergänzend zu Ross-Luttmann und Beckmann Präsident Hans Hartmann (Hannover) sowie die Vizepräsidenten Sabine Schipplick (Bockenem), Professor Dr. Sonning Bredemeier (Hannover), Dr. Christos Pantazis (Braunschweig), desweiteren Landesbeauftragter Katastrophenschutz Dierk Meyer (Wedemark), Landesbereitschaftsleiter Torsten Röder (Wathlingen/Celle) sowie als Vertreterin der Schwesternschaften Elisabeth Gleiß (Lüneburg).

 

Am Rande der Zusammenkunft bot sich für Ines Engel und Rolf Eckhoff die Möglichkeit eines vorab vereinbarten Treffens mit dem jetzt zum Ehrenmitglied des DRK-Landesverbandes ernannten Dr. Rudolf Seiters (2003 bis 2017 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes). Engel und Eckhoff hatten Seiters Ende September 2015 in Schwanewede kennengelernt. Dort betrieben die Bremervörder Rotkreuzler gemeinsam mit den DRK-Kreisverbänden Osterholz und Wesermünde fast ein Jahr lang eine Flüchtlingsnotunterkunft für in Spitzenzeiten fast 1.400 Bürgerkriegesflüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak und gewährleisteten deren soziale und medizinische Betreuung.

 

Seiters sagte in seiner Dankesrede anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenmitglied, er sei dem DRK sehr dankbar dafür, dass er nach seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter (1969 bis 2002, ehemals Bundesinnenminister und Kanzleramtschef unter Helmut Kohl) „einen neuen  Blick auf die sozialen Probleme hierzulande und in der Welt“ habe gewinnen und seine Erfahrungen und Kontakte zugunsten des Ehrenamtes im Roten Kreuz nutzen können. „Mein ausdrücklicher Dank gilt all Denjenigen, die sich für Menschen einsetzen, die unsere Hilfe brauchen“, sagte Seiters, zu dessen Ehren sich die Teilnehmer der Landesversammlung am Ende seiner Ausführungen von ihren Plätzen erhoben und ihm langanhaltend applaudierten.

 

Auch die 2017 zu Seiters Nachfolgerin gewählte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt (CSU, 2005 bis 2011 Bundestagsvizepräsidentin) hob in Hannover die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft hervor. Viel Applaus erhielt sie für die Forderung, die bundesweit 425.000 DRK-Helfer seien vom Gesetzgeber in puncto Freistellung vom Beruf in Einsatzzeiten denen der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes gleichzustellen. Und: Der Katastrophenschutz des DRK stehe genau wie der anderer Hilfsorganisationen vor neuen Herausforderungen (Pandemien, Cyber-Attacken, Naturkastastrophen) und halte im Auftrage des Staates Ressourcen vor, die jedoch nicht allein durch Spenden von Unternehmen und der Bevölkerungen refinanzierbar seien. „Ich weigere mich, das DRK als Bittsteller auftreten zu lassen, weil der Bund und die Länder sich nicht einigen können“, unterstrich Hasselfeldt unter lautem Applaus.

Die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD) betonte, das Deutsche Rote Kreuz sei in der Diskussion um die notwendigen Weichenstellungen in der Pflegepolitik als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege ein bedeutender und wichtiger Partner. DRK-Landesverbandspräsident Hans Hartmann begrüßt die von Reimann vorgestellten aktuellen Pläne zur Stärkung der Pflege. „Wenn sich der Pflegenotstand nicht noch weiter verschärfen soll, müssen jetzt schnell Lösungen her. In Pflege muss gesellschaftlich investiert und das Image der Pflegeberufe aufgewertet werden. Zu einer merklichen Verbesserung kann es aber nur kommen, wenn mehr Geld ins System fließt, und zwar in die Pflegeversicherung.“

13. November 2018 14:56 Uhr. Alter: 22 Tage