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„Meuchelmörder“ im MGH: erneute Aufführung am 17. November

Zeven. Zwei neue Wirte in der Dorfkneipe, ständig wechselnde Identitäten, Intrigen, Erpressung und schließlich eine Leiche. Das waren scharf gewürzte Zutaten für das heiter-spannende Kriminalstück „Mord – streng biologisch“, das die Theatergruppe des Mehrgenerationenhauses (…)auf der Bühne in der Godenstedter Straße servierte. Wer „Mord – streng biologisch“ verpasst hat, kann das Spiel am Sonnabend, 17. November, um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus noch einmal sehen. Der Eintritt beträgt zehn, ermäßigt fünf Euro. Der Reinerlös fließt in Bildungspatenschaften für bedürftige Familien.

Gastwirt Klaus Johannsen, alias Martin, kann sich den stürmischen Angriffen der liebestollen Öko-Landwirtin Giselle Müller kaum erwehren (Foto: Millert/Zevener Zeitung)

Niemand ahnt, dass die beiden neuen Wirte des „Chill out Place“ im Rahmen eines Schutzprogramms als Zeugen eines Verbrechens hier untergetaucht sind. Eigentlich heißen die beiden, gespielt von Kevin Kucharski und Axel Bredehöft, Sebastian und Martin, – tarnen sich aber als Klaus Petersen und Klaus Johannsen. Dass dieses Namensgewusel zu allerlei Verwicklungen und Missverständnissen führen muss, stellt sich alsbald heraus. Zur Eröffnung der neuen Kneipe gesellt sich Schreiner Uwe Hormann als beleibter Eduard Zimmermann dazu.

Er behauptet, dass er zu Hause keine mediterrane, sondern ein Küche von „Miele“ habe. Nach und nach trudeln Bürgermeister Theo Diener (Eckhard Pagels), seine Gattin Irene (Iris Weber), Öko-Landwirtin Giselle Müller (Rita Ehlers), Kirchenvorstand Magdalena Stern (Andrea Murken) und Oma Agathe Findner (Lore Dede) ein. Die Bürgermeister-Gattin erweist sich als raffgierige Erpresserin, als sie die wahre Identität der beiden Wirtsleute preisgeben will. Auch die korrekte Magdalena wird von ihr mit kompromittierenden Fotos konfrontiert. Magdalena hatte von „bewusstseinserweiternden“ Keksen heimlich in der Küche von Öko-Giselle genascht und danach auf der Mehdebrücke einen flotten Striptease hingelegt.

Die männermordende Ökomanin Giselle indes macht sich handgreiflich an Wirt Klaus Johannsen ran. Der weiß sich nicht anders zu helfen und lügt der maßlos Enttäuschten vor, dass er schwul und somit für sie unerreichbar sei. Weibliches Killerkommando Die beiden Wirtsleute allerdings fürchten ständig, von den Verbrechern gemeuchelt zu werden, gegen die sie vor Gericht ausgesagt haben. Die attraktiven beiden jungen Damen Jenny Schwarz (Sinear Klüter) und Nicoletta Maier-Polemski (Marina Andres) wähnen sie gar als Killerkommando.

Als Klaus’ Oma Agathe als vermeintliche Küchenhilfe auftaucht, entdeckt Schreiner Eduard, dass sie seine ehemalige Jugendliebe ist. Da platzt Bürgermeister Theo mit der Nachricht herein, dass –, dem Himmel sei Dank –, seine Frau der plötzliche Gifttod im Garten ereilt habe.

Die beiden vermeintlichen Killerinnen outen sich dann als waschechte Polizistinnen, recherchieren in Sachen Giftmord und überführen am Ende den Täter, auf den wohl keiner im Publikum getippt hat. Am Ende des turbulenten Kriminalstücks gab es für alle zehn MGH-Akteure, Iris Weber hatte Regie geführt, tosenden Beifall vom begeisterten Publikum im restlos ausverkauften Saal.

(Quelle Text/Foto: Zevener Zeitung vom 6. November, Autor: Wolfgang Millert)

7. November 2018 15:29 Uhr. Alter: 7 Tage