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Kleidershops: Stade nimmt Bremervörde als Vorbild

BREMERVÖRDE. Über Besuch aus dem benachbarten DRK-Kreisverband Stade freuten sich jüngst der hiesige Rotkreuz-Geschäftsführer Rolf Eckhoff sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Silke Seidler (hauptamtliche Leiterin) des Bremervörder Kleidershops im Solferino-Haus in der Gutenbergstraße. Dorthin hatten sich die Stader auf den Weg gemacht, um einen Einblick in die Konzeption und die Praxis des Shops zu bekommen.

Der Bremervörder DRK-Geschäftsführer Rolf Eckhoff erläutert seinem Stader Kollegen Klaus-Dietmar Otto und zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern aus der Hansestadt die Konzeption des DRK-Kleidershops im Solferino-Haus (Fotos: St. Jeschke/DRK)

Der Kreisverband Stade des Roten Kreuzes ist gemessen an seinen rund 10.000 fördernden und ehrenamtlichen Mitgliedern in 32 Ortsvereinen doppelt so groß wie die DRK-Gliederung in Bremervörde. Bezogen auf die Anzahl der hauptamtlichen Mitarbeiter (1.600) sogar viermal größer. Während die Stader in Sachen Kleiderspenden und -weitergabe bislang jedoch noch auf das althergebrachte Model der Kleiderkammern setzten (demnächst aber umstellen wollen), führten die Bremervörder bereits im Herbst 2012 in Bremervörde als Innovation stattdessen ihren ersten Kleidershop ein. Der in Zeven folgte ein Jahr später.

 

Der Stader DRK-Geschäftsführer Klaus-Dietmar Otto, dessen Stellvertreter Uwe Lütjen, Reinhard Dunker und Michael Schwenkenberg (Vorsitzender beziehungsweise Schatzmeister des Stader DRK-Ortsvereins) sowie ehrenamtliche Kleiderkammer-Mitarbeiter zeigten sich beeindruckt von der Bremervörder Einrichtung. Rolf Eckhoff hatte die Entwicklung der über Jahrzehnte ursprünglich im Keller der Bremervörder Rettungswache „versteckten“ Kleiderkammer hin zu einem modernen und von der Öffentlichkeit gut wahr- und angenommenen Kleidershop Revue passieren lassen.

 

Auch wenn der Shop mit dem Slogan „Mode für Jedermann“ beworben werde und zunehmend Kunden diesen auch aus ökologischen Gründen (Stichwort: Nachhaltigkeit) frequentierten: „Viele unserer Kunden sind darauf angewiesen, dass sie bei uns ausnahmslos gut bis sehr gut erhaltene Kleidung mehr oder weniger zum Symbolpreis erhalten“, so Eckhoff. Das Rote Kreuz wiederum sei stolz darauf, ein solches Angebot vorhalten zu können und dankbar all denen, die sich einerseits ehrenamtlich (etwa 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) im Shop engagierten, andererseits - ob Privatperson oder Firmen - Kleiderspenden zur Weitergabe zur Verfügung stellten.

 

Wie Eckhoff weiter ausführte, zähle der Kleidershop in Bremervörde in den 75 Stunden, die er pro Monat geöffnet habe, gut 800 Kunden. „Das sind mehr als zehn Kunden pro Stunde und ist sehr erfreulich.“ Denn: Die Erlöse aus dem Kleidershop ermöglichten es dem Roten Kreuz auch, weitere wichtige und ebenfalls durch das Ehrenamt getragene gemeinnützige Hilfsangebote zu bieten beziehungsweise die circa 150 Frauen und Männer zählende Katastrophenschutzeinheiten in Bremervörde, Gnarrenburg, Tarmstedt und Zeven vorzuhalten.

 

Wer nicht mehr benötigte Kleider dem Roten Kreuz spenden möchte, hat die Möglichkeit, zu den Öffnungszeiten entweder im Shop vorbeizukommen oder die Spenden in einem Plastiksack in die eindeutig dem Roten Kreuz zuzuordnenden Kleidercontainer abzulegen. Weitere Informationen zum Kleidershop bei Einrichtungsleiterin Silke Seidler unter der Rufnummer 04761/9261451 sowie im Internet unter www.drk-bremervoerde.de

19. April 2018 15:24 Uhr. Alter: 30 Tage